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Schätzt die PHT-Kosten:
Prof. Andreas Lueg-Arndt

Erstmalig wurden die volkswirtschaftlichen Kosten geschätzt.

Köln. Der Plötzliche Herztod (PHT), die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern, verursacht allein in der Republik Österreich indirekte Kosten in Höhe von gut 700 Mio. Euro pro Jahr.

Im Rahmen einer von definetz e.V. in Auftrag gegebenen Studie wird erstmalig versucht, die Kosten für verschiedene Länder Mitteleuropas abzuschätzen. "Eine solche Abschätzung war dringend notwendig", erläutert Prof. Dr. Andreas Lueg-Arndt von der Cologne Business School (CBS) die Studie, "denn vergleichbare Zahlen liegen bis heute nicht vor."

Die tatsächlichen Kosten liegen wahrscheinlich noch wesentlich höher. Das liegt zum einen in der Tatsache begründet, dass die Anzahl der am plötzlichen Herztod Verstorbenen nur sehr vage mit einer hohen Dunkelziffer in den Statistiken zu finden ist. Ein weiterer Grund liegt in der, bei der Schätzung der Kosten herangezogenen so genannten Humankapitalmethode, einem Verfahren, bei dem das zukünftige Markteinkommen einer Person der wesentliche Kostenfaktor ist. Unberücksichtigt bleiben dabei die Kosten für unbezahlte Tätigkeiten wie beispielsweise Pflege von Angehörigen oder die Erbringung ehrenamtlicher Tätigkeiten.

"Diese unglaubliche Zahl hat uns alle überrascht", kommentiert Anne Nölle, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Initiatorin der Arbeit die Ergebnisse des Kölner Wissenschaftlers. "Vom ersten Moment an war Prof. Lueg-Arndt brennend an der Fragestellung interessiert und hat uns zahlreiche Antworten geliefert, die wir in den nächsten Tagen und Wochen publizieren werden. Die Ergebnisse zeigen allerdings auch eine relativ unbefriedigende Erkenntnis: Es herrscht in diesem Bereich noch großer weiterer Forschungsbedarf!

 
 

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